Pressemitteilung —
Kaltplasma-Behandlung mit GEHWOL TECH: Doppelter Wirkansatz für nachhaltige Mykose-Therapie
Warum antimikrobielle Wirkung allein nicht reicht – und wie Kaltplasma die Regeneration gezielt aktiviert.
Bei der Behandlung von Nagel- und Hautmykosen stellt sich immer wieder die gleiche Herausforderung: Erreger werden zwar reduziert, doch die Regeneration des betroffenen Gewebes bleibt häufig gehemmt. Das Resultat sind langwierige Verläufe und hohe Rezidivraten. Mit dem Kaltplasmagerät Dr.plajin verfolgt GEHWOL TECH deshalb einen konsequent erweiterten Ansatz: Neben der effektiven antimikrobiellen Wirkung rückt gezielt die biologische Aktivierung und Regeneration des Gewebes in den Fokus. Denn nachhaltiger Therapieerfolg entsteht dort, wo beide Mechanismen zusammenspielen.
Dualer Wirkmechanismus: Keimreduktion trifft Zellstimulation
Kaltplasma erzeugt ein hochreaktives Feld aus freien Elektronen sowie reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffspezies (ROS/RNS).
Diese wirken auf zweierlei Weise:
1. Antimikrobielle Wirkung
Die reaktiven Spezies entziehen Mikroorganismen gezielt Elektronen und destabilisieren deren Zellstrukturen. Bakterien, Pilze und Viren werden so effektiv inaktiviert – unabhängig von klassischen Resistenzmechanismen. Gerade bei Mykosen ist dieser Effekt entscheidend, da die Erregerlast unmittelbar reduziert wird.1
2. Regenerative, hormetische Wirkung
Gleichzeitig reagiert die Haut differenziert auf kontrollierten oxidativen Reiz:
Im niedrigen Intensitätsbereich entfaltet sich ein hormetischer Effekt2-3, der zentrale Prozesse aktiviert:
- Zellkommunikation
- Mikrozirkulation
- Kollagen- und Elastinsynthese
- Geweberegeneration
Damit geht Kaltplasma über reine Keimelimination hinaus und adressiert einen bislang wenig berücksichtigten Faktor der Mykose-Therapie.
Fokus auf Proliferation und Regeneration
Pilzinfektionen beeinträchtigen die natürliche Proliferation von Haut- und Nagelzellen. Die Folge ist eine verlangsamte oder gestörte Regeneration – etwa beim Nagelwachstum.
Aber warum ist das so?
Dermatophyten (z. B. Trichophyton spp.) infizieren bevorzugt keratinisierte Gewebe wie Haut und Nägel und nutzen Keratin als Nährstoffquelle. Dabei setzen sie proteolytische Enzyme frei, die Struktur und Funktion des Gewebes verändern. Dies führt zu einer Störung der epidermalen Homöostase, einschließlich Barrierefunktion und Zellumsatz. Auf zellulärer Ebene geht die Infektion mit entzündlichen Immunreaktionen und Gewebeschädigung einher, die die normale Differenzierung und Proliferation von Keratinozyten beeinflussen können. Dadurch wird die Regeneration der betroffenen Strukturen (Haut/Nagel) funktionell beeinträchtigt. Im Nagel ist die Wachstumsrate direkt von der Proliferationsaktivität der Matrixzellen abhängig. Pathologische Prozesse – einschließlich Infektionen wie Onychomykose – können diese Aktivität verändern, was klinisch als verlangsamtes oder gestörtes Nagelwachstum sichtbar wird und die Regeneration verlängert.4-6
Genau hier setzt der duale Wirkansatz an:
- Reduktion der Erregerlast schafft die Voraussetzung für Heilung
- Stimulation regenerativer Prozesse unterstützt die Wiederherstellung gesunder Zellfunktionen7
- Dadurch entsteht ein entscheidender Vorteil:
Die Therapie beschränkt sich nicht auf die Behandlung der Infektion, sondern fördert aktiv die funktionelle Regeneration des Gewebes.
Das kann dazu beitragen, typische Schwachstellen in der Mykose-Therapie zu überwinden – insbesondere im Hinblick auf die Rezidivprophylaxe.
Fein reguliertes Wirkprofil statt unkontrolliertem Stress
Entscheidend für diesen Effekt ist die präzise Steuerung des Plasmas.
Beim Dr.plajin-System von GEHWOL TECH übernehmen freie Elektronen eine regulative Funktion: Sie wirken als schneller Puffer, der oxidatives Potenzial reduziert und die Redox-Balance stabilisiert. Gleichzeitig bleibt die antimikrobielle Wirksamkeit erhalten.
So entsteht ein kontrolliertes Wirkprofil:
- wirksam gegen Mikroorganismen
- zugleich verträglich und stimulierend für die Haut
Gerichtetes Plasma für präzise Wirkung
Das patentierte DR.PLAJIN-Prinzip basiert auf einem kontaktlosen, geerdeten Verfahren, bei dem ein gerichteter Plasmastrom gezielt zwischen Gerätekopf und Behandlungsfläche erzeugt wird. Alle aktiven Bestandteile werden dadurch auf das Behandlungsareal fokussiert – statt unkontrolliert in die Umgebung abgegeben zu werden.
Das Ergebnis:
- reproduzierbare Therapieeffekte
- effiziente Nutzung der Plasmaenergie
- kontrollierte Anwendung
Steuerbare Therapie – je nach Zielsetzung
Ein weiterer Vorteil: Die Wirkung lässt sich gezielt anpassen.
Über Abstand und Behandlungsdauer kann das Verhältnis von antimikrobieller Intensität und regenerativer Stimulation gesteuert werden:
- kurze Distanz → stärkere antimikrobielle Wirkung
- größere Distanz / längere Zeit → Fokus auf Regeneration und Prävention
Damit wird Kaltplasma zu einem vielseitigen Instrument für Therapie und Nachsorge.
Breites Anwendungsspektrum
Der duale Ansatz eröffnet vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Podologie:
- Nagel- und Hautmykosen
- Warzen, virale Läsionen
- Rhagaden und entzündliche Prozesse
- Diabetisches Fußsyndrom
Fazit: Nachhaltige Wirkung durch Kombination statt Einzelmechanismus
Mit dem GEHWOL TECH Kaltplasmagerät Dr.plajin wird Kaltplasma erstmals konsequent als duales Therapiekonzept gedacht. Die Kombination aus antimikrobieller Wirkung und biologischer Stimulation ermöglicht einen erweiterten Ansatz in der Mykosebehandlung – mit Potenzial für effektivere Therapie und verbesserte Rezidivkontrolle.
Vorteile von Dr.plajin auf einen Blick
- Praxisgerecht & wirtschaftlich:
- kontaktlos, ohne Verbrauchsmaterialien, hygienisch, wartungsarm
- Dualer Wirkansatz:
- antimikrobielle Therapie und regenerative Hautstimulation in einem System
- Große Behandlungsfläche (≥ 400 cm²)
- Sichere Anwendung in Innenräumen: niedrige Ozon- und Stickoxidwerte
Fallbeispiel 1
Fallbeispiel 2
Weite Fallbeispiele, Literatur und Hilfsmittel unter
Quellen
- Gnat S, Łagowski D, Dyląg M et al. Cold atmospheric pressure plasma … Infection. 2021;49:1233–1240.
- von Woedtke T, Schmidt A, Bekeschus S et al. Plasma medicine … In Vivo. 2019;33(4):1011–1026.
- Busco G, Robert E, Chettouh-Hammas N et al. Cold atmospheric plasma in skin biology. Free Radic Biol Med. 2020;161:290–304.
- Jartarkar SR et al. Dermatophytosis pathogenesis. J Fungi. 2022.
- Deng R et al. Dermatophyte infection. Front Immunol. 2023.
- Geyer AS et al. Nail growth modulation. J Am Acad Dermatol. 2004.
- Schmidt A et al. Plasma effects on keratinocytes. J Biol Chem. 2015;290(11):6731–6750
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